ISBN 978-3-03777-049-8
344 Seiten
2008
Format 17.0 x 24.0 cm
Broschiert

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Die flexible Frau

Frauenerwerbsarbeit im Werte- und Strukturwandel

A. Doris Baumgartner

Die Geschichte der Erwerbsarbeit von Frauen ist vielfältig - vielfältiger als sie auf einen ersten flüchtigen Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg scheinen mag. Die von Frauen im jungen Erwachsenenalter gewonnen Einsichten und Gewissheiten galten bei keiner Generation für den gesamten Lebenslauf. Jede Generation musste sich in den verschiedenen Lebensphasen immer wieder neu an die jeweiligen Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt anpassen. Für das zwanzigste Jahrhundert bis in die Gegenwart sind die strukturellen Bedingungen, aber auch institutionellen Regelungen und Leitbilder sowie die Einstellungen und Werte der Frauen, wichtige Erklärungsfaktoren für das Erwerbsverhalten der Frauen.
A. Doris Baumgartner greift für ihre Untersuchung auf die Daten einer Vielzahl bisher durchgeführter Studien und auf verschiedenstes Quellenmaterial zurück. Auch zahlreiche Bilder, die weibliche Erwerbsarbeit thematisieren, werden in die Analyse mit einbezogen.
Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass in der Schweiz die Frauenerwerbsverläufe deutlich stärker durch den kulturellen als durch den strukturellen Wandel beeinflusst wurden. Der Wandel individueller Einstellungen und Werte zu Beruf und Familie verweist auf die wachsenden Erwartungen an den Arbeitsplatz und an die Arbeit selbst. Im Gegensatz dazu zeichnen sich Leitbilder durch eine beachtliche Trägheit aus.

Autoren/Herausgeber

Dr. phil. A. Doris Baumgartner ist Soziologin. Ihre Themenbereiche sind Sozialstruktur und Lebenslauf, Erwerbsarbeit von Frauen, Familie und Sozialpolitik. Sie führt ein eigenes Büro für Sozialforschung in Zürich.